Sieger war InLine Hockey

Tuesday 22nd of June 2004
PLUS

Endlich geht die NISA-Liga wieder los... So hieß es im Vorfeld zum Cazadores-Turnier. Und es wurden tatsächlich alle hohen Erwartungen an Dramatik, Spannung, hartem Einsatz und sportlichem Wettkampf erfüllt. Eine Gäste-Auswahl aus Westfalen bereicherte das Turnier ebenso wie die neuen farbenfrohen Trikots der Coastal Pirates.

Sichtlich beeindruckt von der Zuschauerkulisse eröffnete der neue NISA-Präsident Dr Shipo am eiskalten Freitagabend das Turnier, wobei die Namibia National Ballet & Modern Dancing School für den festlichen Rahmen sorgte. Es war eiskalt - wie beim Eishockey. Aber nicht einmal der Ausfall der Flutlichter konnte den Enthusiasmus dämpfen...

Und nach der Vorstellung der Mannschaften und dem „Wimpeltausch" (Westfalen hatte einen Wimpel mitgebracht) ging es los: Die Nationalmannschaft Namibias (Open) spielte äußerst diszipliniert und motiviert und konnte nach den ersten zwei Vierteln (von je 12 Minuten) ein 0:0 halten, obwohl die deutschen Spieler deutlich überlegen waren. Spielern wie Marx, Trippel, Schmunk, Johannardt und Broshinski merkte man die Erfahrung an. Im dritten Viertel gelang der deutschen Mannschaft der Durchbruch; sie ging mit 2:0 in Führung. Im letzten Viertel gelang Jörg Güther der Ehrentreffer zum 1:2. Ein denkwürdiges Spiel, das für eine Sportsendung des NBC-Fernsehens aufgenommen wurde. Hier betonten beide Mannschaftsführer (Marco Lohmeier/ Namibia und Johannardt / Westfalen), daß ein erstklassiges Spiel abgeliefert worden war.

Am Samstagabend konnten die U/18-Spieler aus Namibia dem deutschen Team in den ersten 24 Minuten nicht das wasser reichen. Verstärkt durch einen 27-Jährigen und zwei sehr guten namibischen Spielern gelang Westfalen eine schnelle 7:0-Führung. Torschützen waren Schmunk, Trippel, Tchekashkine, Broshinski, Johannardt und noch zweimal Tchekashkine. Im dritten Viertel ließ Namibia zwei weitere Treffer zu (Schmunk und Johannardt. Als Lutz Feddersen den Anschlußtreffer markierte (1:9), kamen Namibias Youngster immer besser ins Spiel. Zwar trafen Schmunk und Trippel noch zum Zwischenstand von 1:11, aber dann war Gunnar Barth erfolgreich (drittes Viertel: 2:11) und im letzten Viertel traf nur noch Namibia ins Netz (Marcello Baas verkürzte auf 3:11). Die russische Geheimwaffe in den Reihen der Deutschen (Ivan Tchekashkine) spielte eine hervorragende Partie (Originalton: „Wenn man mit so guten Leuten spielt, muß man gut sein"). Auch wenn Namibia in der ersten Hälfte der Begegnung nichts zu bestellen hatte: die letzten 24 Minuten lassen Hoffnungen aufkeimen. Schließlich könnte die U/18 an der WM in Deutschland (2005) teilnehmen!

Als richtige Leckerbissen für Feinschmecker erwiesen sich während des Turniers wieder einmal die Begegnungen zwischen den Erzrivalen Caza-dores und Coastal Pirates, vor allem in der Altersgruppe U/18. Die erste Partie verlief bereits spannend (2:1-Sieg für Cazadores). Dann legte die Piraten massive Torverhältnisse gegen Kamikaze vor, so daß nur ein Unentschieden oder sieg dem Gastgeber zum Turniersieg verhelfen konnte. In der Mittagshitze gingen mindestens 300 Zuschauer begeistert mit. Den Treffer von Hagen Heinz konnte Coastal Pirates lange über die Zeit retten, bevor Bast Frank-Schulz zum Ausgleich traf. Postwendend gingen die Piraten durch Mark Varnhagen wieder in Führung. Sieben Minuten vor Schluß mußte Alexander Mutavdzic eine Strafe von zwei Minuten absitzen. Cazadores rettete sich ohne weiteren Gegentreffer in Unterzahl über die Zeit. Die Partie wurde immer spannender. Der Druck auf die Gäste aus Swakopmund nahm zu... Fast jeder Spieler versuchte durch Einzelaktionen die Entscheidung herbeizuführen, während sich Coastal Pirates mit weiten Befreiungsschlägen aus der Umklammerung rettet. Timo Giersch spielt eine überlegene Rolle mit viel Übersicht in der Defensive... Dennoch scheint die Taktik der Swakopmunder lange Zeit aufzugehen. Suie verteidigen erfolgreich den knappen Vorsprung.

Kurz vor Schluß ruft Trainer „JJ" Jauernig seine Kämpfer vom Platz, um sie noch einmal zu beruhigen - „und wenn es eine Minute vor Schluß noch 1:2 steht, holen wir den Torwart raus und bringen einen zusätzlichen Feldspieler", motivierte er nochmals zum Angriff. Mit einem „face-off" vor dem Cazadores-Tor geht es weiter. Ivan Tchekashkine spielt den Puck einen Meter zurück auf Lutz Feddersen. Der geht an der Linie entlang in die gegnerische Hälfte und schiebt den Puck auf den zentral an der Mittellinie postierten Timo Giersch. Dem gelingt aus großer Entfernung der Ausgleich. Unbeschreiblicher Jubel der Cazadores-Zuschauerüber das 2:2, das den denkbar knappen Turniersieg bedeutet!

Sieger des unvergeßlichen Turniers ist der Sport selbst. Das Turnier hielt alles, was es versprochen hatte. In den Reihen der NISA-Klubs ist eine neue Fairness und Harmonie eingekehrt. Zum Wohle der Jugend, die sich mit spannendemInLine-Hockey viele Freunde gewinnt.

back
 

Plus online by Plus Weekly
Publisher: Feddersen Publications cc.
email : info@namibiaplus.com
Tel: +264 (0)61 233635
Fax: +264 (0)61 230478
P.O.Box 21506
Windhoek
Namibia