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Thursday 27th of February 2003 Kricket statt Krieg! Ich habe mich eindeutig entschieden: im Krieg um den Irak habe ich nichts verloren. Deshalb ist es ja auch so schön, daß sich Namibia da total raushält. Vielleicht waren die Großen der Welt verwirrt, weil unser Häuptling mal sagte, wir könnten auf Entwicklungshilfe verzichten - und nun erklärten gleich zwei Minister in Swakopmund, wir sollten uns um den Status eines am wenigsten entwickelten Landes bemühen (damit Entwick-lungshilfe fließt). Aber unterm Strich: Es ist gut, daß wir nicht den Komplikationen und Bündniszwängen von Lustig Schröder und Angeneral Merkel unterliegen. So haben wir Zeit und Muße, die Kricket-WM in vollen Zügen zu genießen. Wenn die doch bloß nicht soooo langweilig wäre!! Für Adrenalinstöße sorgen andere. Etwa unsere Bahn. Hatte die doch mitten im Januar die Tarife für Plastiksäcke von N$ 18 pro Stück auf sage und schreibe N$ 25 erhöht. Was das für eine Zeitung bedeutet, die beim landesweiten Vertrieb auf die Bahn als "günstiges" Transportmittel angewiesen ist, - davon könnten wir ein ganzes Liederbuch vollsingen. Damit aber nicht genug. Es geschah am Donnerstag, den 20. Februar. Da hatte die Bahn plötzlich keine Plastiksäcke. Gar keine. Und das nach eigener Aussage "schon seit Montag". Also konnte die Zeitung nicht auf diese bewährte Weise verschickt werden. Umdenken war gefragt, aber man ist ja flexibel. Sofort wurde alles in kleine Päckchen verpackt... und dann war es 17 Uhr. Da nimmt die Bahn nichts mehr entgegen (anders als vor ein, zwei Jahren, wo man weniger bezahlte, aber die Fracht noch bis 17.30 Uhr abgeben konnte). Die Problematik ob hier eine Steigerung der Produktivität oder einfach des Kundendienstes vorliegt, wollen wir nicht erforschen. Das vorherrschende Chaos reicht schon, denn die Päckchen wurden nun auch noch von einer anderen Person als sonst auf die Waggons verteilt - für die gute Reise in verschiedene Himmelsrichtungen. Als sich dann gleich am Freitagmorgen Herr T. aus Okahandja meldete, vor seiner Tür sei das Päckchen für Otjiwarongo gelandet, da wußten wir, wie gut mman es doch in Namibia hat. So ein bißchen Chaos, ... aber dafür brauchen wir uns um den Krieg wirklich nicht zu kümmern. |
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