Advokat Rukoro fordert Entschädigung

Thursday 8th of July 2004
Brigitte Weidlich

Das Jahr 2004, die hundertjährige Wiederkehr des Herero-Genozid sei der richtige Zeitpunkt ein ‚,würdiges Ende" für die tragischen Geschehen von bundesdeutscher Seite zu finden. Advokat Reinhold Vekui Rukoro sagte anläßlich einer Benefizveranstaltung am Mittwochabend zugunsten des Herero-Organisationskomitees in einem Wind-hoeker Hotel, daß Verhandlungen zwischen Herero und Deutschland in diesem historischen Jahr angebracht wären. - ,,Laßt uns verhandeln und uns mit unseren deutschen Brüdern und Schwestern einigen über das, was Beide wissen, getan werden muß, um unsere nachfolgenden Generationen ganz und für immer zu versöhnen. Entweder wird diese von den Herero ausge-streckte Hand der Freundschaft von der deutschen Regierung und den Deutschen angenommen, oder eine Eskalation von konfrontierenden Maßnahmen wird unvermeidlich sein". Die Bun-desregieurng hat nun die Wahl, machte Rukoro deutlich.

In seiner Ansprache betonte er, daß Berlin sich nicht hinter ,,der ambivalenten Haltung" der jetzigen nami-bischen Regierung verstecken sollte oder nach dem Vogel-Strauß Prinzip den Kopf in den Sand stecken dürfe in der Hoffnung, das Problem würde von selbst verschwinden.

,,Die jetzige Haltung der Regierung Namibias wird die gerechtfertigten Forderungen nach Entschädigung niemals stoppen, töten oder begraben. Beide Regierugen können sicher sein, daß Generationen von Herero ihre Forderungen nach Gerechtigkeit, Fairness und Würde intensivieren werden", so Rukoro.

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