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Friday 16th of July 2004 Als ich zur Schule ging, starben pro Minute etwa 400 (oder waren es sogar 4000) Menschen vor Hunger. Das erzählte unser Lehrer jedenfalls. Und zwar immer, wenn irgendwer über eine harte Rinde oder den Brotkanten klagte. Und schwupps, man hatte jeden kleinsten Rest zu essen: „Denkt daran, wieviele Menschen in diesem Augenblick in China sterben!" Heute würde man an die Hungernden im Sudan denken. Zwischendurch konzentrierte man sich (als Lehrer) wohl auch mal auf Äthiopien. Was gab es da nicht alles über die Strichmännchen zu erzählen... So nach dem Motto: Wer den Schaden hat... Und nun kommen wir zurück nach Namibia: Haben Sie schon einmal gehört, daß jemand gesunde, hochwertige kräftige Nahrung ablehnt, weil er/sie „im fortgeschrittenen HIV/Aids-Stadium" ist? Haben Sie schon gehört, daß der SKW mit einer Suppenküche das Children‘s Hope Project unterstützte, dann aber nach einigen Wochen solche Hilfe abgelehnt wurde, weil das Angebot zu vielseitig und abwechslungsreich war? Undankbarkeit ist der Welt Lohn - in diesem Falle wohl auch unter den 100 Waisenkindern, deren Mahlzeiten mit der Hilfe aus Thorsten Dörings anspruchsvoller Küche ergänzt werden sollten. Wie gut, daß inzwischen wenigstens andere Abnehmer gefunden wurden. Die Arroganz schreit jedenfalls zum Himmel! Wobei mir sofort noch ein weiteres Beispiel einfällt: Bei einem Seminar (irgendwo im mittleren Norden) bekommen die Teilnehmer sogar ein gratis Mittagessen im Hotel. Eine der Damen möchte die Portion Steak auf ihrem Teller am liebsten gegen „Spare Ribs" umtauschen. Man muß ihr mühsam klar machen, daß „Spare Ribs" teurer sind und nicht in dem Verpflegungspaket enthalten sind, für das der Veranstalter die Kosten trägt. Aus Protest fallen Bemerkungen über das „zähe Fleisch" - und plötzlich fehlen sechs der Teilnehmer. Sie sind vermutlich auf eine Zigarette um die Ecke gegangen. - Als das Hotel dem Veranstalter die Rechnung für das Seminar präsentiert, steht darauf ein zusätzlicher dreistelliger Betrag für Bier und Wein aus der Lapa-Bar... Wie war das doch mit dem geschenkten Gaul? Gilt wohl nicht für hungrige Menschen, oder?! |
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